Termine:

23. April, 19 Uhr: "Die neue Angst vor dem Jugendamt"
Referent: Prof. Dr. Manfred Neuffer

29. Mai, 19 Uhr: "Schutz oder Kontrolle in der Jugendhilfe"
Referent: Prof. Dr. Reinhold Schone

18. Juni, 19 Uhr: "Schützt der Kinderschutz noch die Kinder?"
Referent: Prof. Dr. Reinhart Wolff

jeweils kostenfrei und ohne Anmeldung. Ort: ehs Dresden, Dürerstraße, Dresden

Bitte um Spenden

Die Arbeit des AKS kostet Geld. Auch wenn unsere Veranstaltungen grundsätzlich kostenfrei sind, kosten sie natürlich Geld. Wir bitten daher um Spenden.

aktueller Veranstaltungsflyer

Herzlich Willkommen auf den Seiten des "Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Dresden" (AKS).

Auf den folgenden Seiten will der Arbeitskreis Einblick geben in seine Haltungen und Positionen, seine Arbeit und seine Planungen, will einladen und Lust machen - auf Einmischung und Veränderung.

Der AKS hat sich am Rande einer Tagung der Gilde Soziale Arbeit e.V. im Frühjahr 2007 gegründet und besteht seitdem aus zirka 15 bis 20 aktiven kritischen Geistern, die wir alle aus der Sozialarbeit kommen, in ihr arbeiten oder studieren bzw. lehren.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Entwicklungen in der Sozialpolitik und der Sozialen Arbeit in Dresden und in Sachsen zu beobachten. Er äußert sich zu aktuellen Entwicklungen in der Sozialen Arbeit, will die Reflexions- und Kritikfähigkeit seiner Mitglieder weiterentwickeln und den Theorie - Praxis - Dialog fördern. In diesem Dialog sollten der Mensch und die Kritik von Herrschafts- und Machtverhältnissen im Vordergrund stehen. Wenn die Soziale Arbeit nicht einstimmen will in den Chor des kritischen Rationalismus, sich nicht verkriechen will in den akademischen Elfenbeinturm – sind neue Herangehensweisen zu entwickeln.

Wir wollen und werden uns einmischen.
Der Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit Dresden (AKS)

Jugendhilfe zwischen Förderung junger Menschen - Kinderschutz und Sozialhygiene! - Elfte Veranstaltunsreihe des AKS Dresden startet am 23. April 2013

Seit Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes in Ost und West hat die Jugendhilfe einen massiven Wandlungsprozess durchgemacht. Lebensweltorientierung, Entspezialisierung und Partizipation schienen auf dem Wege zu sein, die Struktur bestimmenden Leitlinien zu werden.

Aber scheinbar haben diese überzeugenden Strukturmaximen eben nicht die Entwicklung bestimmt. Eher sind es folgende Tendenzen:

·         die Vernachlässigung der Förderung junger Menschen zu Gunsten von kontrollierendem Kinderschutz,

·         die formale Einführung von „Beschwerdemanagment“-Technologien statt den Aufbau wirksamer Partizipation von Mädchen, Jungen und ihrer Familien,

·         der Ausbau der Monopolstellung der Öffentlichen Träger der Jugendhilfe als „Wettbewerbskontrollbehörde“ zu Lasten einer kooperativen Jugendhilfeplanung und partnerschaftlicher Verantwortung Planung und Gestaltung der Kinder- und Jugendhilfe,

·         der Abbau von leistungsfähiger Infrastruktur mit der Renaissance der Konzentration und Respezialisierung bei den Angeboten,

·         die Orientierung an vorwiegend betriebswirtschaftlichen Prinzipien,

·         die Errichtung von „Reservaten des Misslingens“ (Galuske), in denen Exklusion lediglich verwaltet wird, statt an den „Aufwachsbedingungen“ (KJHG) grundlegend zu arbeiten,

·         die technokratische Entgeltvereinbarung mit Fachleistungsstunden, Grundleistungen, Zusatzleistungen und der Vernachlässigung lebensweltorientierter Leistungen,

·         die Marktrealisierung in der Jugendhilfe zu Lasten von Fachstandards und Partnerschaft der Akteure.

Diese Tendenzen in Verbindung mit dem ökonomischen Druck auf Sozialleistungen und der moralischen Diskreditierung von „Sozial Schwachen“ lassen die Frage aufkommen, ob die Kinder- und Jugendhilfe ihren gesellschaftlichen und gesetzlichen Auftrag noch erfüllt. So warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft des Allgemeinen Sozialen Dienste vor der zunehmenden Angst der BürgerInnen vor dem Jugendamt. Der Sozialarbeitswissenschaftler Timm Kunstreich befürchtet die Rückkehr der Sozialen Arbeit zur „Sozialhygiene“ und Diskussionspapiere (z. B. des Jugendsenators in Hamburg) fordern die Einschränkung von Leistungsrechten.

Der AKS Dresden will mit seiner Veranstaltungsreihe im Frühjahr 2013 mit drei Blicken diesen Fragen nachgehen und fragen: Wo steht die Jugendhilfe zwischen Förderung junger Menschen - Kinderschutz und Sozialhygiene!

 

Die einzelnen Veranstaltungen:

23. April, 19 Uhr: "Die neue Angst vor dem Jugendamt"
Referent: Prof. Dr. Manfred Neuffer

25. Mai, 19 Uhr: "Schutz oder Kontrolle in der Jugendhilfe"
Referent: Prof. Dr. Reinhold Schone

18. Juni, 19 Uhr: "Schützt der Kinderschutz noch die Kinder?"
Referent: Prof. Dr. Reinhart Wolff

mit freundlicher Unterstützung durch:
Rosa-Luxemburg-Stiftung
AStA der Evangelischen Hochschule Dresden
Freundeskreis der Evangelischen Hochschule Dresden

 

Vom Sterben der Zukunft: Offener Brief an die Bürgerinnen und Bürger von Dresden

Sehr geehrte Mitmenschen,

diesen Donnerstag, den 15.09.2011, findet die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses Dresden statt (siehe Anhang). An diesem Tag wird hier über die Förderung der Träger der Jugendhilfe in Dresden entschieden. Aufgrund der landes- und stadtweiten Kürzungen der Haushaltsgelder in diesem Bereich, zeichnet sich in diesem Beschluss das bereits begonnene Aussterben der Jugendhilfelandschaft und damit der wichtigsten Bildungslandschaft neben Schule für die jungen Menschen im Alter von 7 bis 18 Jahren und darüber hinaus ab. Sowohl der Jugendhilfeausschuss als auch die Verwaltung des Jugendamtes sind aufgrund der viel zu geringen finanziellen Mittel nicht mehr in der Lage, fachliche Entwicklungen zu steuern, da nicht einmal die vom Land vorgegebenen Fachstandards der Jugendhilfe eingehalten werden können. Fast alle Einrichtungen in Dresden sind schlichtweg unterfinanziert und damit zugleich personell unterbesetzt. Gerade die kleinen Einrichtungen sehen sich mit ihrer Schließung konfrontiert und das Arbeitsfeld der Mobilen Jugendarbeit wird an den Rand gedrängt. Im Gegenzug sprechen die Landes- und Stadtregierungen allerdings davon, etwas für die Zukunft der Bürgerinnen und Bürger zu tun. Doch wie ist das möglich, wenn die Hauptpersonen der Zukunft, also besagte junge Menschen, weder gefördert noch mit ihrer Kritik an der Kürzungspolitik angehört werden?

Um auf diese Entwicklungen aufmerksam zu machen, haben die unten aufgeführten Instanzen einen offenen Brief "Vom Sterben der Zukunft" an die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Dresden verfasst und wir bitten alle, diesen Brief zu lesen und weitere Menschen davon in Kenntnis zu setzen. Weitelesen...

Solidarität mit "Dresden Nazifrei" und anderen

Am 19.02.2011 erfolgte in Dresden eine gewaltsame Durchsuchung  durch ein Sondereinsatzkommando der Polizei. Betroffen war das „Haus der Begegnung“, in welchem sich die Zentrale von „DIE LINKEN. Stadtverband Dresden“, an diesem Tag das Pressebüro des Bündnisses „Dresden Nazifrei!“ und im Hinterhof das Jugendhaus des Vereines „Roter Baum e.V.“ befindet. Voll ausgerüstete PolizeibeamtInnen stürmten unter Anwendung völlig unverhältnismäßiger Gewalt die Räumlichkeiten. Dabei wurden zahlreiche Sachbeschädigungen verursacht, Menschen festgehalten und in Gewahrsam genommen und anwaltschaftlicher Beistand zum Teil verweigert.

Teilweise räumten das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Dresden Irrtümer ein.

Eine aus Sicht des AKS Dresden, angebrachte und dringend notwendige öffentliche Entschuldigung gegenüber den betroffenen Projekten und Personen gibt es bis jetzt nicht.

Schon während der Demonstrationen... (mehr)

AKS DD erklärt sich solidarisch mit dem AKuBiZ e.V. nach der Ablehnung des Förderpreises

Am 9.11.2010 wurde in der Frauenkirche der "Sächsische Förderpreis für Demokratie" vergeben und das "Alternative Kultur- und Bildungszentrum der Sächsischen Schweiz (AKuBiZ e.V.) lehnte den mit 10.000 Euro dotierten Preis ab. Als Grund dafür gab der AKuBiZ e.V. an, dass er eine "antiextremistische Grundsatzerklärung" unterzeichnen sollte, die ihn u.a. verpflichtet hätte, künftige PartnerInnen auf deren demokratische Grundhaltung zu überprüfen. Außerdem lehnt der Verein ab, dass alle demokratiefördernden Projekte unter extremistischen Generalverdacht gestallt werden.

Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Dresden erklärt sich mit dem AKuBiZ e.V. solidarisch und respektiert seine mutige Entscheidung. Außerdem unterstützt der AKS DD die Erlärung des Vereins: www.akubiz.de

Solidartät mit den SozialarbeiterInnen Paraguays

Asunción, die Hauptstadt Paraguays in der Mitte Südamerikas.

Am 29.12.2010 beginnend wurden 90 Arbeiter, vor allem Sozialarbeiter, aus dem „Ministerium für Soziale Aktion“ (SAS) zum 1.1.2011 gekündigt.

Anfang 2010 gründeten Angestellte die Gewerkschaft (SITRASAS) selbiger ausführender sozialer Institution. Das gesamte direktive Komitee der Gewerkschaft befand sich unter den Entlassenen und in der Mehrheit gewerkschaftlich Organisierte, und Sympathisanten.

„Es sind keine vertrauenswürdigen Leute“ wurde als Begründung durch den Minister Isabelino Paredes angegeben, da der Haushalt für die Angestellten vorhanden ist. Es gab keine Auswertung der Arbeit oder Kritik an ihr.

Wir positionieren uns gegen den widerrechtlichen Umgang mit Arbeitsverträgen, und gegen Kürzungen im sozialen Bereich.