HERZLICHE EINLADUNG:

In seiner 16. Veranstaltungsreihe diskutierte der AKS Dresden mit Praktiker*innen, Hochschulvertreter*innen und Interessierten die Themen Flucht, Migration und Asyl sowie Spannungsfelder Sozialer Arbeit. Im Nachgang entstand das vorliegende Denkpapier. Es dokumentiert begonnene Diskussionen und führt sie zum Teil weiter.

Bitte um Spenden

Die Arbeit des AKS kostet Geld. Auch wenn unsere Veranstaltungen grundsätzlich kostenfrei sind, kosten sie natürlich Geld. Wir bitten daher um Spenden.

Dienstag, 21. November 2017

16:00 Uhr bis 20:15 Uhr

Evangelische Hochschule Dresden - University of Applied Sciences for Social Work, Education and Nursing (Dürerstraße 25, 01307 Dresden, Raum: 3.215)

 

Inspiriert durch einen Vortrag von Frank Bettinger fand sich am Rande der Jahrestagung der Gilde Soziale Arbeit e.V. im Jahr 2007 eine Gruppe aus Dresdner Studierenden, Lehrenden und Praktiker*innen der Sozialen Arbeit zusammen. Die konkrete Idee war die Etablierung eines Forums zur kritischen Reflexion von Entwicklungen in der Sozialpolitik und der Sozialen Arbeit in Dresden, Sachsen und auf Bundesebene. Wichtig ist dem Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Dresden (kurz: AKS Dresden) ein kontinuierlicher Theorie – Praxis – Dialog. Dieser Dialog ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Veranstaltungsreihen, die ein wiederkehrendes Element der Arbeit des AKS Dresden sind.

Um die inhaltliche Vielfalt der Veranstaltungsreihen der vergangenen 10 Jahre anschaulich zu machen, haben wir uns eines digitalen „Wort-Mixers“ bedient: „Krise Jugendarbeit System Haltung Überwinden Geflüchtete Sozialhygiene Soziale Gesellschaft solidarisch Ende Armut Abgeschafft Förderung Dresden Jugend Kinder- zugleich Hilflosigkeit Perspektiven Menschenrechte Kultur Verteidigen Kinderschutz Aufstehen Jugendhilfe(teilfach)planung Wi(e)dersetzen postdemokratisch Wi(e)derSTAND Inklusion Kritisieren und Rechte Jugendhilfe Arbeit Sachsen Rahmenbedingungen Jugendarbeit Macht Repression Exklusion“

Die Kinder- und Jugendhilfe hatte in unserer inhaltlichen Auseinandersetzung immer eine exponierte Stellung. So wird sie auch in unserer Jubiläumsveranstaltung im Fokus der inhaltlichen Betrachtung stehen. Wir haben Kolleg*innen eingeladen, die durch utopische, visionäre und praxisnahe Beiträge unterschiedliche Szenarien einer zukünftigen Kinder- und Jugendhilfe beschreiben.

Das Programm bietet neben Impulsen ausreichend Zeit für Diskussionen. Wir möchten euch und Sie daher sehr herzlich dazu einladen, diese Szenarien zu kommentieren, zu diskutieren, weiter zu denken, abzulehnen, zu unterstützen...

15:30 Uhr Ankommen

16:00 Uhr Begrüßung und Rückblick auf 10 Jahre AKS Dresden

16:15 Uhr Arbeitskreise Kritische Soziale Arbeit – ein Kommentar; Prof. Dr. Friedhelm Peters (EHS Dresden und AKS Dresden)

16:30 Uhr Impuls und Diskussion: Kinder- und Jugendhilfe 2030 - Impulse für eine Jugendhilfe mit Zukunft; Ullrich Gintzel, Björn Redmann (AKS Dresden und AG Jugendhilfe 2030)

17:15 Uhr Pause

17:30 Uhr Theorie trifft Praxis – Impulse und Gespräch: Visionen einer kritischen Sozialen Arbeit und Jugendhilfe; Prof. Dr. Timm Kunstreich (Sozialwissenschaftler; AKS Hamburg) und „Spar dir dein Mitleid“; Jörg Richert (Kulturwissenschaftler, KARUNA - Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not int. e.v.); Nicky (20 Jahre; Bundesfreiwilligendienst bei ‚MOMO - The voice of disconnected Youth‘, Berlin); Hanna (18 Jahre; Studentin der Sozialen Arbeit am ‚Rauhen Haus – Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie‘; Hamburg) - Alle Drei sind Teil der KARUNA Sozialgenossenschaft mit Familiensinn eG -

19.00 Uhr Pause

19:15 Uhr Diskussion im Plenum

20:15 Uhr Abschied und Ausblick

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei

Facebook: https://www.facebook.com/events/352005691909195/

Alle Infos findet ihr auch im Flyer.

 

 

 

Die Soziale Arbeit verschreibt sich der Unterstützung ihrer Adressat*innen und der Gestaltung des sozialen Miteinanders.

Das konkrete Handeln hängt dabei von verschiedenen Einflussgrößen ab: Welche Interessen verfolgt z.B. der öffentliche Träger? Nach welchen Werten richten sich Arbeitgeber*innen im sozialen Bereich? Welche Vorstellungen eines „guten“ Lebens haben die verschiedenen Akteur*innen? Wer darf was mitbestimmen? Welches Verhältnis von Sozial Arbeitenden zu Adressat*innen wird durch die verwendeten Methoden zugrunde gelegt? Wer entscheidet, wann ein Unterstützungsprozess gelungen ist?

Über die Auseinandersetzung mit solchen Fragestellungen können die in und durch unsere Arbeit wirkenden Macht- und Herrschaftsverhältnisse reflektiert werden, denen wir zum Teil ausgesetzt sind, sie aber auch mitbestimmen. Selbst wenn wir davon überzeugt sind, unser professionelles Handeln im besten Sinne demokratisch auszugestalten, agieren wir innerhalb solcher Macht- und Herrschaftsverhältnisse. In Anlehnung an das Denken der „Gouvernementalität“ sind wir damit zugleich Handelnde und Betroffene innerhalb bestimmter Künste des Regierens und Erfahrungen des Regiertwerdens.

 

Wir möchten mit der Veranstaltung Raum dafür bieten:

- sich kritisch mit den wirkenden Regierungskünsten in der Sozialen Arbeit auseinanderzusetzen und

- gemeinsam über Handlungsalternativen zu diskutieren.

 

Das Seminar findet in Kooperation der Sächsichen Landjugend e.V. mit dem Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Dresden statt. Es handelt sich um eine mehrtägige Veranstaltung inkl. Verpflegung und Unterkunft. Für diese Veranstaltung wird daher ein Teilnehmer*innenbeitrag erhoben (ab 45Euro). Es wird um Anmeldung bis 28.11.2017 gebeten. Für weitere Infos senden Sie bitte eine Mail an andreas.borchert@landjugend-sachsen.de.

Hier geht es zum Flyer mit Details.

Anmeldung auch über www.landjugend-sachsen.de/anmeldung