HERZLICHE EINLADUNG:

In seiner 16. Veranstaltungsreihe diskutierte der AKS Dresden mit Praktiker*innen, Hochschulvertreter*innen und Interessierten die Themen Flucht, Migration und Asyl sowie Spannungsfelder Sozialer Arbeit. Im Nachgang entstand das vorliegende Denkpapier. Es dokumentiert begonnene Diskussionen und führt sie zum Teil weiter.

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März 2010; Corax 2/2010

Wir wollen und werden uns einmischen! – Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Dresden

 

Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Dresden, kurz AKS Dresden, gründete sich 2007 aus der Initiative einiger kritischer Menschen am Rande der jährlichen Tagung der Gilde Soziale Arbeit e.V. Seither trifft er sich monatlich im Rahmen abendlicher Veranstaltungen, in denen aktuelle Themen und Entwicklungen der Sozialen Arbeit sowie der regionalen und überregionalen Sozialpolitik aufgegriffen und durch gemeinsame Diskussion kritisch reflektiert werden. Der AKS Dresden will somit einen Raum eröffnen, in dem Jede/r die Möglichkeit bekommt Stellung zu beziehen und ihren/seinen Beitrag zu einem konstruktiven Theorie-Praxis-Dialog zu leisten. Dabei sollen gemeinsam neue Herangehensweisen entwickelt werden, um Missstände innerhalb und außerhalb unserer Profession zu verändern und gewonnene Erkenntnisse kritisch in die Praxis zu übernehmen und selbstbewusst zu vertreten.

Ist das idealistisch? Vielleicht. Ist es notwendig? Unbedingt!

 

Der AKS Dresden will dabei weder ein jeglicher Realität entbehrendes Weltverbesserungsbestreben propagieren, noch Diskurse unter einem pseudointellektuellen Deckmantel in einem akademischen Elfenbeinturm führen. Er will vielmehr Entwicklungen kritisch diskutieren und weiterdenken und jederzeit offen sein für alle, die sich beteiligen wollen. Der AKS Dresden will dazu anregen, sich selbst als potentiellen Mitgestalter in aktuellen Geschehnissen zu begreifen und ein kritisches Bewusstsein herauszubilden. Er will Diskussion ermöglichen, um strukturelle Zusammenhänge zu verdeutlichen und damit der/dem Einzelne/n die Möglichkeit einräumen eigene Haltungen und gemeinsame Handlungsspielräume zu entwickeln.

 

Derzeitige Mitglieder des AKS Dresden sind PraktikerInnen, StudentInnen, Dozierende und InteressentInnen aus dem Feld Sozialer Arbeit und angrenzender Fachdisziplinen. Jede/r Einzelne, die/der eine Veranstaltung besucht, mitdenkt, diskutiert und Fragen stellt belebt in diesem Moment den AKS Dresden und ist somit Teil dessen.

Organisiert werden die öffentlich stattfindenden Veranstaltungen durch einzelne Mitglieder. Neben diesen beteiligt sich der AKS Dresden an verschiedenen Aktionsformen gegen aktuelle Missstände und erstellt Publikationen sowie Positionspapiere.

 

Um eben diesen Missständen begegnen zu können, müssen wir uns klar sein welche Position Soziale Arbeit innerhalb der Gesellschaft einnimmt und wie wir aus dieser heraus agieren. Machtverhältnisse und Interessenkonflikte müssen aufgedeckt werden, progressive und kritische Gedanken Einzug halten, sofern wir nicht zu EinzelkämpferInnen in einer Reihe hierarchischer Unter- und Überordnungsstrukturen werden wollen. Jede/r Einzelne, der/die im Bereich Sozialer Arbeit tätig ist sollte sich bewusst sein, dass eine politische Beteiligung im Sinne einer kritischen Auseinandersetzung unabdingbar ist.

Die Frage, die immer wieder auftaucht ist und bleibt: Wer, wenn nicht wir- die unmittelbaren AkteurInnen einer professionellen Sozialen Arbeit?

Um eine selbstbestimmte Soziale Arbeit zu konstituieren ist es notwendig sich für die eigene Profession zu engagieren und etablierte Haltungen, auch die Eigenen, kritisch zu überprüfen.

Jede/r ist handlungsfähig und kann in Diskurse eintreten. Begreift sich Soziale Arbeit als machtlos in aktuellen Entwicklungen wird sie auch machtlos sein, denn was für wahr gehalten wird, hat auch reale Konsequenzen.

 

 

Gegenwärtige Entwicklungen in Dresden, wie der Abbau kommunaler Streetworkstellen oder die landesweit geplanten Kürzungen zeigen einmal mehr, dass der politische Blick über den Einzelfall hinaus dringend notwendig ist.

Daher wird sich der AKS Dresden in der kommenden Veranstaltungsreihe mit der aktuellen Situation unter dem Thema „Haltung der Sozialen Arbeit in der Krise“ auseinandersetzen. Die Veranstaltungsreihe startet am 13.04.2010 unter dem Titel „Das Gemeinwesen in der Krise“. Als Referenten sind Christian Avenarius (Oberstaatsanwalt Dresden) und Wolfgang Müller (Quartiersmanagement Dresden-Gorbitz) angefragt. Beginn der Veranstaltung ist 19Uhr in der Wiener Straße 58, 01219 Dresden.

 

Jede/r, die/der interessiert ist und Lust hat frei zu denken und mitzureden, sich kritisch zu äußern und Positionen und Theorien gegen den Strich zu lesen, ist herzlich willkommen

Weitere Informationen über bisherige und ausstehende Aktivitäten, Termine und Kontaktmöglichkeiten sind unter www.aks-dresden.org zu finden.

 


Christiane Löffler, Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Dresden