HERZLICHE EINLADUNG:

In seiner 16. Veranstaltungsreihe diskutierte der AKS Dresden mit Praktiker*innen, Hochschulvertreter*innen und Interessierten die Themen Flucht, Migration und Asyl sowie Spannungsfelder Sozialer Arbeit. Im Nachgang entstand das vorliegende Denkpapier. Es dokumentiert begonnene Diskussionen und führt sie zum Teil weiter.

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Super-Nanny oder Soziale Arbeit? Zum Umgang mit medialer Inszenierung Sozialer Arbeit. Ein Fachtag.

VeranstalterInnen: Sächsische Landjugend e.V.; Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit, sofi – das Sozialwissenschaftliche Fortbildungsinstitut der ehs Dresden
Termin: 04.05.2010
Ort: Hygienemuseum Dresden
Zielgruppe: SozialarbeiterInnen, VertreterInnen öffentlicher und freier Träger, MedienmacherInnen
Anzahl der TN: 200 Personen

 

Soziale Arbeit ist angewiesen auf Öffentlichkeit. Das Bild, dass sich Menschen von den helfenden Berufen machen, ist entscheidend für die Frage, ob sie sich im Bedarfsfalle Hilfe suchen und welche Hilfeformen sie ansprechen. Damit ist aber auch deutlich, dass Soziale Arbeit von der Form, in der sie medial inszeniert wird, abhängig ist. Formate wie "Super-Nanny", "Jugendcoach", "Deutschland - Deine Teenies" oder "Nicht von schlechten Eltern" prägen ganz erheblich das Bild, dass sich Menschen von Sozialer Arbeit machen. Dieser Fachtag soll die MedienmacherInnen und SozialarbeiterInnen zusammenbringen und die Qualität und Auswirkungen der Formate diskutieren. Dabei soll auch diskutiert werden, ob sich durch die mediale Inszenierung die Soziale Arbeit selbst schon verändert. Letztlich sollen Kriterien von den TagungsteilnehmerInnen entwickelt werden, an denen sich die Öffentlichkeitsarbeit Sozialer Träger orientieren kann, die gleichermaßen skandalisieren kann, aber auf öffentliche Inszenierung verzichtet.

Programm des Fachtages

Ablauf:

9.30 Uhr      musikalische Begleitung des Ankommens

10.00 Uhr   Begrüßung durch VeranstalterInnen

10.10 Uhr    einleitende Wort von Björn Redmann (Bildungsreferent SLJ e.V.)

10.25 Uhr    Videoschnipsel „Inszenierte Soziale Arbeit im TV“

10.30 Uhr    Vortrag Prof. D. Hans Thiersch: "Phänomen der Super- Nanny & die Wiederkehr des Autoritären in der Erziehungsdebatte in der deutschen Öffentlichkeit"

11.30 Uhr    Vortrag Dr. Anna Stach: "Verständnis und Wirkung der TV-Beratungsformate bei den ZuschauerInnen"

12.15 Uhr    Mittagspause

13.15 Uhr    Fachforen

                    Fachforum 1: „Mediale Inszenierung und die ZuschauerInnen“ (Dr. Anna Stach, Matthias Müller)

Fachforum 2: „Soziale Arbeit braucht Öffentlichkeit. Zum konstruktiven Umgang miteinander.“ (Carsten Schöne, Prof. Dr. Hans Thiersch, Wolfgang Büscher (ARCHE))

Fachforum 3: „Wer mit dem Feuer spielt. Zur grundsätzlichen kritischen Einordnung der Zusammenarbeit mit dem Privatfunk.“ (Andreas Borchert, Christiane Löffler, Prof. Ullrich Gintzel, Sascha Rusch (Vorstand LAK Mobile Jugendarbeit), Friedhelm Güthoff (DKSB NRW))

Fachforum 4: „Ein Blick ins Innere. Wie arbeiten die Produktionsfirmen der TV-Formate mit den gezeigten Betroffenen?“ (Nicole Bölhoff (NDR-Fernsehen, Redaktion ZAPP), Tom Küchler (LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen), Johannes Brock)

15.30 Uhr    Ethische Einlassungen von Prof. Dr. Ralf Evers und Friedhelm Güthoff

16.00 Uhr    Abschlussstatement durch das Sächsische Ministerium des Sozialen

16.15 Uhr    Abschluss der Tagung