Termine:

17. Oktober 2011, 20 Uhr: Wer hat die Macht und was macht die Macht mit der Sozialen Arbeit? Mit Prof. Dr. Fabian Kessl

7. Dezember 2011, 19 Uhr: Soziale Arbeit – Ethik – Sozialrecht. Mit Prof. Dr. Dr. Jochen Fuchs, Prof. Dr. Ulf Liedke, Prof. Dr. Barbara Wolf

28. Februar 2012, 19 Uhr: Wissenschafts- und menschenrechtsbasierte Soziale Arbeit. Mit Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi

jeweils an der ehs Dresden, Dürerstraße 25, 01307 Dresden

 

 

 

Bitte um Spenden

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aktueller Veranstaltungsflyer

Herzlich Willkommen auf den Seiten des "Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit Dresden" (AKS).

Auf den folgenden Seiten will der Arbeitskreis Einblick geben in seine Haltungen und Positionen, seine Arbeit und seine Planungen, will einladen und Lust machen - auf Einmischung und Veränderung.

Der AKS hat sich am Rande einer Tagung der Gilde Soziale Arbeit e.V. im Frühjahr 2007 gegründet und besteht seitdem aus zirka 15 bis 20 aktiven kritischen Geistern, die wir alle aus der Sozialarbeit kommen, in ihr arbeiten oder studieren bzw. lehren.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Entwicklungen in der Sozialpolitik und der Sozialen Arbeit in Dresden und in Sachsen zu beobachten. Er äußert sich zu aktuellen Entwicklungen in der Sozialen Arbeit, will die Reflexions- und Kritikfähigkeit seiner Mitglieder weiterentwickeln und den Theorie - Praxis - Dialog fördern. In diesem Dialog sollten der Mensch und die Kritik von Herrschafts- und Machtverhältnissen im Vordergrund stehen. Wenn die Soziale Arbeit nicht einstimmen will in den Chor des kritischen Rationalismus, sich nicht verkriechen will in den akademischen Elfenbeinturm – sind neue Herangehensweisen zu entwickeln.

Wir wollen und werden uns einmischen.
Der Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit Dresden (AKS)

neue Veranstaltungsreihe startet am 17. Oktober

Soziale Arbeit macht Menschenrechte

17. Oktober 2011 bis 28. Februar 2012 an der ehs Dresden

Soziale Arbeit ist eine Agentur zur Gestaltung sozialen Lebens moderner Gesellschaften. Die unterschiedlichen Funktionen sind mit Begriffen wie Hilfe und Kontrolle, Emanzipation versus Diszi-plinierung, Inklusion versus Exklusionsverwaltung verbunden, um nur einige zu nennen. Immer aber ist klar, dass Soziale Arbeit unmittelbar beeinflusst wird von gesellschaftlichen Wandlungsprozessen und Veränderungen von Machtstrukturen sowie normativen Diskursen.

 

Gegenwärtig lassen sich viele Hinweise erkennen, wie das Soziale im Herrschaftsdiskurs umgedeutet wird  „Vom Sozialstaat zum Aktivierenden Sozial-staat“ oder von der „Solidarischen Verantwortung zur individuellen Risikoabsicherung“. Auch lassen sich viele Hinweise darauf finden, dass Soziale Arbeit für die Entsolidarisierung der Gesellschaft und die restriktive Kontrolle mit den „Un-produktiven“ instrumentalisiert werden soll.

 

Dies führt zwangsläufig zu der Frage nach den Interessen und Interessengruppen, die hinter solchen Entwicklungen stehen. Mit den Fragen nach der Verpflichtung der Sozialen Arbeit an den Menschenrechten oder der Auslieferung an die Macht ist auch damit verbunden, ob Soziale Arbeit tatsächlich Menschenrechtsprofession (Staub-Bernasconi) sein kann und Rechte bzw. Rechtswahrnehmung der Menschen wahrnehmen kann. Von der Beantwortung, ob Sozialer Arbeit eingeschränkt oder uneingeschränkt den zentralen Kräften der Machtausübung ausgeliefert ist oder ob sie inzwischen die Kraft zu eigensinnlichen Gestaltungsaufgaben hat, hängen die Konzepte und Methoden entscheidend ab.

Mit diesen Themen werden sich die Teilnehmenden in den drei Veranstaltungen des Wintersemesters auseinandersetzen.

Alle Infos und Termine hier

 

Vom Sterben der Zukunft: Offener Brief an die Bürgerinnen und Bürger von Dresden

Sehr geehrte Mitmenschen,

diesen Donnerstag, den 15.09.2011, findet die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses Dresden statt (siehe Anhang). An diesem Tag wird hier über die Förderung der Träger der Jugendhilfe in Dresden entschieden. Aufgrund der landes- und stadtweiten Kürzungen der Haushaltsgelder in diesem Bereich, zeichnet sich in diesem Beschluss das bereits begonnene Aussterben der Jugendhilfelandschaft und damit der wichtigsten Bildungslandschaft neben Schule für die jungen Menschen im Alter von 7 bis 18 Jahren und darüber hinaus ab. Sowohl der Jugendhilfeausschuss als auch die Verwaltung des Jugendamtes sind aufgrund der viel zu geringen finanziellen Mittel nicht mehr in der Lage, fachliche Entwicklungen zu steuern, da nicht einmal die vom Land vorgegebenen Fachstandards der Jugendhilfe eingehalten werden können. Fast alle Einrichtungen in Dresden sind schlichtweg unterfinanziert und damit zugleich personell unterbesetzt. Gerade die kleinen Einrichtungen sehen sich mit ihrer Schließung konfrontiert und das Arbeitsfeld der Mobilen Jugendarbeit wird an den Rand gedrängt. Im Gegenzug sprechen die Landes- und Stadtregierungen allerdings davon, etwas für die Zukunft der Bürgerinnen und Bürger zu tun. Doch wie ist das möglich, wenn die Hauptpersonen der Zukunft, also besagte junge Menschen, weder gefördert noch mit ihrer Kritik an der Kürzungspolitik angehört werden?

Um auf diese Entwicklungen aufmerksam zu machen, haben die unten aufgeführten Instanzen einen offenen Brief "Vom Sterben der Zukunft" an die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Dresden verfasst und wir bitten alle, diesen Brief zu lesen und weitere Menschen davon in Kenntnis zu setzen. Weitelesen...

neue Veranstaltungsreihe startet: wi(e)derSTANDgewinnen! Recht(e) behalten!

Soziale Arbeit steht in der Zweiten Moderne massiv unter Druck. Fiskalische Streichungen im sozialen Sektor, gepaart mit neuen - alten ordnungspolitischen Erwartungen und einem nach wie vor bestehenden Legitimationsdruck sind nur ein paar der herausfordernden Eckpfeiler im Feld der aktuellen Auseinandersetzungen. Gleichzeitig fordern und kämpfen wir beharrlich für bedingungslose, faire und bedarfsgerechte Unterstützungen für Menschen in der BRD. Wie kann uns dieser Spagat gelingen? Was brauchen wir dafür und vor allem von wem? Wie kann Soziale Arbeit streiten; und zwar für sich und andere? Wie können wir das, was wir als fachlich vertretbar halten, einfordern und auf Gegenteiliges öffentlich aufmerksam machen? Wir müssen und wollen den Widerstand im Sinne einer fachlich dringend notwendigen Konfrontation leisten. Wir treten ein für die Rechte von AdressatInnen und für unsere.

Ebenso müssen wir uns der Frage stellen, wie wir wieder Stand, im Sinne einer gesellschaftlich und politisch anerkannten Position, im Sinne von Halt und Selbstvertrauen gewinnen, um uns in professioneller Verantwortung behaupten und gestaltend wirkend zu können.

Wir wollen einstehen für eine selbstbestimmte Soziale Arbeit der Behauptung, die solidarisch agiert und aktiv wird. Eine Soziale Arbeit, die sich traut Veränderung zu denken und Möglichkeitsräume auszuloten.  

mit Prof. Dr. C.W.Müller und Prof. Dr. Frank Bettinger sowie Beate Hennig, Ulli Schiller,Friedrich Maus, u.a.

Solidarität mit "Dresden Nazifrei" und anderen

Am 19.02.2011 erfolgte in Dresden eine gewaltsame Durchsuchung  durch ein Sondereinsatzkommando der Polizei. Betroffen war das „Haus der Begegnung“, in welchem sich die Zentrale von „DIE LINKEN. Stadtverband Dresden“, an diesem Tag das Pressebüro des Bündnisses „Dresden Nazifrei!“ und im Hinterhof das Jugendhaus des Vereines „Roter Baum e.V.“ befindet. Voll ausgerüstete PolizeibeamtInnen stürmten unter Anwendung völlig unverhältnismäßiger Gewalt die Räumlichkeiten. Dabei wurden zahlreiche Sachbeschädigungen verursacht, Menschen festgehalten und in Gewahrsam genommen und anwaltschaftlicher Beistand zum Teil verweigert.

Teilweise räumten das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Dresden Irrtümer ein.

Eine aus Sicht des AKS Dresden, angebrachte und dringend notwendige öffentliche Entschuldigung gegenüber den betroffenen Projekten und Personen gibt es bis jetzt nicht.

Schon während der Demonstrationen... (mehr)

AKS DD erklärt sich solidarisch mit dem AKuBiZ e.V. nach der Ablehnung des Förderpreises

Am 9.11.2010 wurde in der Frauenkirche der "Sächsische Förderpreis für Demokratie" vergeben und das "Alternative Kultur- und Bildungszentrum der Sächsischen Schweiz (AKuBiZ e.V.) lehnte den mit 10.000 Euro dotierten Preis ab. Als Grund dafür gab der AKuBiZ e.V. an, dass er eine "antiextremistische Grundsatzerklärung" unterzeichnen sollte, die ihn u.a. verpflichtet hätte, künftige PartnerInnen auf deren demokratische Grundhaltung zu überprüfen. Außerdem lehnt der Verein ab, dass alle demokratiefördernden Projekte unter extremistischen Generalverdacht gestallt werden.

Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Dresden erklärt sich mit dem AKuBiZ e.V. solidarisch und respektiert seine mutige Entscheidung. Außerdem unterstützt der AKS DD die Erlärung des Vereins: www.akubiz.de

Solidartät mit den SozialarbeiterInnen Paraguays

Asunción, die Hauptstadt Paraguays in der Mitte Südamerikas.

Am 29.12.2010 beginnend wurden 90 Arbeiter, vor allem Sozialarbeiter, aus dem „Ministerium für Soziale Aktion“ (SAS) zum 1.1.2011 gekündigt.

Anfang 2010 gründeten Angestellte die Gewerkschaft (SITRASAS) selbiger ausführender sozialer Institution. Das gesamte direktive Komitee der Gewerkschaft befand sich unter den Entlassenen und in der Mehrheit gewerkschaftlich Organisierte, und Sympathisanten.

„Es sind keine vertrauenswürdigen Leute“ wurde als Begründung durch den Minister Isabelino Paredes angegeben, da der Haushalt für die Angestellten vorhanden ist. Es gab keine Auswertung der Arbeit oder Kritik an ihr.

Wir positionieren uns gegen den widerrechtlichen Umgang mit Arbeitsverträgen, und gegen Kürzungen im sozialen Bereich.