HERZLICHE EINLADUNG:

In seiner 16. Veranstaltungsreihe diskutierte der AKS Dresden mit Praktiker*innen, Hochschulvertreter*innen und Interessierten die Themen Flucht, Migration und Asyl sowie Spannungsfelder Sozialer Arbeit. Im Nachgang entstand das vorliegende Denkpapier. Es dokumentiert begonnene Diskussionen und führt sie zum Teil weiter.

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Aufstehen und Wi(e)dersetzen?!

 

Die vergangenen Monate waren geprägt von Aktion und Reaktion zwischen Politik und Sozialer Arbeit im Kontext der „Kürzungswelle“, welche auch zukünftig nicht abzureißen scheint. Demonstrationen, Offene Briefe, Diskussion um fachliche Standards und trägerübergreifende Solidarität, Bündnisgründungen und Aktionskreise.

Dennoch steht die Frage im Raum wo die Profession Soziale Arbeit, PraktikerInnen und AdressatInnen im Feld der aktuellen Entwicklungen denn nun eigentlich stehen und wo wir sein werden, sofern keine Änderung eintritt?!

Wie schätzen PolitikerInnn die Zukunft Sachsens und der sächsischen Bevölkerung im Kontext der Sparmaßnahmen ein? Was wird von uns, den AkteurInnen der Sozialen Arbeit erwartet und wie können wir reagieren? Wie wollen wir mit der Tatsache umgehen, dass Soziale Arbeit zum Beispiel Armut mehr und mehr nur noch verwaltet statt sie aktiv zu bekämpfen. Welche Folgen haben die Sparzwänge einer neoliberalen Sozialpolitik? Was tun wir, wenn wir feststellen müssen, dass gesetzlich verankerte Ansprüche schlicht und ergreifend nicht mehr umgesetzt werden können? Was passiert, wenn AdressatInnen nur noch dann gefördert werden, wenn sie Forderungen erfüllen und nur dann als (noch) lohnend gelten?

Wir müssen uns darüber klar werden auf welchem Weg wir uns befinden und wie wir diesen gestalten wollen! Wollen wir eine autonome und beachtenswerte Profession oder ein standarisiertes Dienstleistungsprodukt sein? Welche Machtstrukturen existieren innerhalb Sozialer Arbeit und wie können wir zu mehr Einfluss kommen. Relativ klar ist das uns in absehbarer Zeit niemand von der oppositionellen Seite mit offenen Armen empfängt, unseren Argumenten Raum gibt und fundierte wissenschaftliche Aspekte aus Sozialer Arbeit und angrenzenden Bezugsdisziplinen aufnimmt und bei weiteren Entscheidungen beachtet. Also müssen wir uns fragen: Wie können wir uns selbst ermächtigen, um ernst genommen und gehört zu werden?

Wir rufen dazu auf Veränderung zu denken und sich klar darüber zu werden wie es um uns steht. Wir rufen auf zu mehr Selbstbewusstsein, wenn sich ein subtiles Gefühl von Frustration einschleicht. Wir fragen, ob die Mehrheit aufstehen, sich widersetzen oder einfach hinsetzen will!

Wir stellen fest: Revolte…die Frage dahinter: Aber wie?

Neben kritischen und interessierten Menschen, die sich hoffentlich nicht entmutigen lassen,  werden zu den einzelnen kostenfreien Veranstaltungen Gäste geladen.

Jeder der Lust auf Diskussionen und Antrieb auf dem gemeinsamen „Protestweg“ hat ist herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf eure Meinungen!

 

 20. Oktober 2010, 19 Uhr: Aufbruch zum Untergang? Sachsen entsolidarisieren. (Moderation Björn Redmann)

ehs Dresen, Wiener Straße 58, Dresden

Gäste:

Annekatrin Klepsch, MdL, stellv. Fraktionsvorsitzende Die Linke Sachsen

Martin Dulig, MdL, Fraktionsvorsitzender und Landesvorsitzender SPD Sachsen

- Inhalte: Was bedeuten die Sparmaßnahmen der Sächsischen Landesregierung für die Zukunft Sachsens und die sächsische Gesellschaft? Welche Erwartungen haben PolitkerInnen an die Soziale Arbeit? Wie kann mensch reagieren?

 

November: Wider der Armut von Morgen (Moderation Mathias Müller)

- Gast: Gerda Holz (angefragt)

- Inhalte: Soziale Arbeit verwaltet Armut, bekämpft sie aber nicht. Wie kann mensch damit umgehen.

 

Dezember: Soziale Arbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft. Ein schwarzer Blick. (Moderation Walter Schlenzig)

- Gast: Prof. Dr. Mechthild Seithe (angefragt)

- Inhalte: Thesen aus dem Schwarzbuch Soziale Arbeit

 

Januar: Macht mal anders. (Moderation Sascha Möckel)

- Mögliche Inhalte: Machtstrukturen und Gewalt in der Sozialen Arbeit.

 

Februar: Revolte… Aber wie?! (Moderation Andreas Borchert)

- Gäste: Moderatoren der ersten vier Veranstaltungen.

- Inhalte: Sind Demonstrationen zu wenig? Braucht es widerständige Handlungsformen um nachhaltige Veränderungen herbeizuführen?