HERZLICHE EINLADUNG:

In seiner 16. Veranstaltungsreihe diskutierte der AKS Dresden mit Praktiker*innen, Hochschulvertreter*innen und Interessierten die Themen Flucht, Migration und Asyl sowie Spannungsfelder Sozialer Arbeit. Im Nachgang entstand das vorliegende Denkpapier. Es dokumentiert begonnene Diskussionen und führt sie zum Teil weiter.

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Jugendhilfe(teilfach)planung Dresden - Eine begleitende Diskussionsreihe

„Jugendhilfe(teilfach)planung Dresden“

Eine begleitende Diskussionsreihe des Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit Dresden

 

Nachdem das Thema Jugendhilfeplanung in Dresden über viele Jahre brach lag, ist der Forschungsbericht zur Jugendhilfeteilfachplanung, welcher vom apfe Institut* an der ehs Dresden angefertigt wurde nun im Jugendhilfeausschuss und damit in der Öffentlichkeit angekommen

(www.fachkraefteportal.info/media/files/juhip_abschlussbericht_120402.pdf). 

Damit stehen Fachkräfte und Politik seit langem wieder vor der Herausforderung und ebenso Chance eine sinnvolle, aktuelle Jugendhilfeplanung für Dresden zu konzipieren und mitzugestalten. Der AKS Dresden möchte diesen Prozess mit seiner Veranstaltungsreihe  aktiv begleiten und einen Beitrag zu transparenter Kommunikation darüber leisten. Allen Fachkräften und Interessierten wird ein Forum geboten, in dem der bisherige Prozess reflektiert, Unsicherheiten und Hoffnungen geäußert, Fragen gestellt, Themen gesetzt und Handlungsoptionen für die Zukunft entwickelt werden können.

Fakt ist: Dieser fachliche wie politische Prozess, welcher gerade erst beginnt, betrifft uns alle -

Für uns alle, die wir in der Jugendhilfelandschaft Dresdens agieren, stellen sich  Fragen wie: Was bedeutet die Jugendhilfeteilfachplanung für uns konkret und was passiert im Moment? Wo stehen wir, wo wollen wir hin und was müssen wir dafür tun?

Die Veranstaltungsreihe liefert theoretischen Input zum Thema, Informationen zum aktuellen Stand und Raum für Auseinandersetzung auf praktischer Ebene. Die Veranstaltungen sind wie immer kostenfrei. Wir freuen uns auf Sie und Euch sowie spannende und konstruktive Diskussionen!

Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Dresden

* Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung an der ehs Dresden gGmbH

 

8. Mai 2012, 20 - 22 Uhr

Theorie und Wirklichkeit- ein Problemaufriss

Jens Hoffsommer (Jugendhilfeausschuss)

Moderation: Nicole Schumann

 

Was ist Jugendhilfeplanung und seit wann existiert dieser Begriff? In der ersten von drei Veranstaltungen wird der theoretische Begriff Jugendhilfeplanung im historischen Kontext definiert. Weiter wird nach dem Inhalt und der Bedeutung der Dresdener Jugendhilfeteilfachplanung gefragt. Wozu und was meint eigentlich „Jugendhilfeteilfachplanung“?

Jugendhilfeplanung ist in den §§ 71-80 des SGB VIII im methodischen Vorgehen festgeschrieben und strukturiert. Damit sollen bedarfsgerechte Angebote innerhalb eines Sozialraumes gesichert, gestaltet und erweitert werden. Weiter wird dadurch das Ziel: „Jeder junge Mensche hat das Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und

gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ § 1 Abs. 1 SGB VIII umgesetzt. Dabei hat die Jugendhilfe die Aufgabe „dazu beizutragen (!) positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen“ § 1 Abs. 3 SGB VIII. Die Jugendhilfeplanung ist somit eine Vermittlerin zwischen Politik und Praxis, da sie den jeweiligen Ansprüchen genügen muss. Sie ist also Fachplanung und politischer Prozess.

Hier stellt sich die Frage: Was sind eigentlich die Handlungsebenen der Jugendhilfeplanung? Und: Wie müsste es sein, damit eine Jugendhilfe(teilfach)planung gelingen kann? Woran kann ein solcher Prozess der Jugendhilfeplanung scheitern? Was ist 11 Jahre lang in Dresden passiert und was muss unbedingt passieren?

 

14. Juni, 20 - 22 Uhr

Balanceakt Jugendhilfeplanung

Bodo Rudolph (Jugendamt Potsdam-Mittelmark)

Moderation: Matthias Müller

Die Jugendhilfeplanung erlebte mit der Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) Ende 1990 und der Verpflichtung zu einer regelmäßigen Planung in § 79 und § 80 KJHG neuen Aufschwung. Die Erfahrungen aus über 20 J. Jugendhilfeplanung zeigen jedoch, dass dieser Planungsprozess durchaus heikel ist, da Machtverhältnisse, Interessengegensätze und Konflikte ein Vorankommen blockieren oder innovative Ideen auf Widerstand stoßen. Somit ist dieser Prozess oftmals schwierig, langwierig und für die Beteiligten frustrierend.

Aber, was sind die Faktoren für eine gelingende Jugendhilfeplanung? Dieser Fragestellung wollen wir mit einem Vertreter des Jugendamtes aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark nachgehen und diskutieren.

 

18. Juli 2012, 20 - 22 Uhr

Kurz vor knapp?! - Wie geht es weiter mit der JHP in Dresden?

Melanie Hörenz (Kulturbüro Dresden)

Prof. Dr. Marcus Hußmann (ehs Dresden)

Peter Kühn (Stadtjugendring Dresden)

Thomas Neumann (Jugendamt Dresden)

Moderation: Stephanie Huhn

Die Prozesse, Konzepte und Wege einer aktuellen Dresdner Jugendhilfeplanung sollen in Rückschau der letzten Wochen noch einmal konzentriert und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Das neue Konzept der Dresdner JHP soll noch in diesem Sommer vorliegen.

Eine Plattform für Vereinbarungen weiterer Handlungsoptionen sowie für Diskussionen sich noch “kurz vor knapp“ aufdrängender Fragen zum Stand und der Zukunft der Dresdner Jugendhilfeplanung steht bereit: 

Wie sieht es drei Monate nach einer externen empirischen Erarbeitung der Grundlagen für eine neue Dresdner Jugendhilfeplanung aktuell aus und wie geht’s weiter?  Was gilt im Kreise der Fachkräfte für die Umsetzung einer angemessenen Neu-Konzeption der Dresdner JHP noch als realisierbar?  Was kann und soll konkret dazu passieren und wie kann die Praxis daran mitwirken?  Was braucht es schließlich, um den vielen Ideen der Umstrukturierung nicht nur die Chance auf Gehör sondern auch auf Beschluss zu geben?

Flyer zum Download

AKS_2012_JHP.pdf